Auf einen Blick

Eine Misteltherapie beim malignen Melanom ist sinnvoll, weil sie dazu beitragen kann, die Überlebenszeit zu verlängern und das Auftreten von Hirnmetastasen hinauszuzögern. Voraussetzung ist, dass die Misteltherapie länger als ein Jahr andauert und möglichst mit Mistelextrakt aus der Kiefer erfolgt.

Misteltherapie bei Hautkrebs (malignes Melanom)

Eine der wichtigsten Studien zum Einsatz der Mistel bei dieser Krebsart wurde 2005 veröffentlicht (Augustin 2005). Dabei ging es um Sicherheit und Wirksamkeit einer langfristigen Therapie mit dem fermentierten Mistelextrakt Iscador. Dies vor allem vor dem Hintergrund von Behauptungen, Iscador könne bei malignem Melanom das Auftreten von Hirnmetastasen fördern und somit genau das Gegenteil dessen bewirken, was mit einer Misteltherapie beabsichtigt wird: das Tumorwachstum fördern statt es zu bremsen.

Die Studie von Augustin zeigte einmal mehr, dass sich diese Behauptung nicht aufrechterhalten lässt. Im Gegenteil: Es kam heraus, dass die Misteltherapie die Überlebenszeit sogar verlängern kann und dass Hirnmetastasen eher seltener auftreten. Entscheidend dafür scheint zu sein, dass die Misteltherapie lange genug dauert (über ein Jahr), auch scheint eine Therapie mit Mistelextrakt von der Kiefer (Iscador P) noch besser zu wirken als das ansonsten ebenfalls häufig verwendete Iscador M (Extrakt aus der Apfelbaum-Mistel). 

Eine ausführliche Besprechung dieser Studie finden Sie auch auf den wissenschaftlichen Seiten

 

Letzte Aktualisierung: 30. November 2015
Annette Bopp

Filigran und zart sind die Zweige der Kiefernmistel - sie hat sich bei schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom) besonders bewährt.Filigran und zart sind die Zweige der Kiefernmistel - sie hat sich bei schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom) besonders bewährt.