Auf einen Blick

Zahlreiche Studien an Zellkulturen haben überprüft, wie sich die Inhaltsstoffe der Mistel auf das Immunsystem auswirken. Gezeigt wurden zellzerstörende (zytotoxische) und wachstumshemmende Effekte auf Tumorzellen sowie eine allgemein immunmodulierende Wirkung. 

Präklinische Forschung

Es gibt zahlreiche Studien über Laborversuche, in denen die biologischen und pharmakologischen Wirkungen von Mistelextrakt an Zellkulturen oder im Tierversuch untersucht wurde. Im Rahmen dieser Forschung wurden auch die Inhaltsstoffe der Mistel und ihre Wirkung analysiert.

Die Untersuchungen an Zellkulturen zeigten vor allem die zellzerstörenden (zytotoxischen) und wachstumshemmenden Effekte des Mistelextrakts. Im Menschen sind diese Wirkungen vorwiegend dann relevant, wenn der Mistelextrakt direkt in den Tumor oder in seinen Randsaum hinein oder in Körperhöhlen (Harnblase, Pleura) appliziert wird. Auch bei einer sehr hohen Dosierung oder im Rahmen einer Infusionstherapie spielen diese zytotoxischen Effekte eine Rolle und können dann unter Umständen auch dazu führen, dass sich der Tumor verkleinert.

Die zellzerstörenden Wirkungen beruhen vor allem auf Mistellektinen, die das "Selbstmord-Programm" der Zellen (Apoptose) aktivieren können. Viscotoxine dagegen lösen die Zellwand auf und führen so dazu, dass die Zelle abstirbt (nekrotischer Zelltod).

Auch die Wirkungen auf das Immunsystem (Immunmodulation) wurden im Rahmen der präklinischen Forschung analysiert.


Letzte Aktualisierung: 30. November 2015
Annette Bopp

RosenmistelAuch auf Heckenrosen wachsen Misteln!LabortestIn vielen Versuchen wurden die Wirkungen von Mistelextrakt getestet.Zellkulturen werden unter dem Mikroskop untersucht und ausgewertet.An Zellkulturen lässt sich die Wirkung der Mistel auf Tumorzellen erforschen.