Auf einen Blick

Die Mistel als heilkräftige Pflanze hat eine lange Tradition. Zum Einsatz in der Krebsmedizin kommt sie jedoch erst seit gut 100 Jahren.

Tradition

Die Mistel hat eine lange Tradition als Heilpflanze. Sie wurde schon von Druiden, den keltischen Priestern und Experten für Heilkunde, als Heilpflanze verehrt, vor allem die auf Eichen wachsenden Misteln, die nur selten vorkommen. Druiden schnitten die Mistelzweige am sechsten Tag nach Neumond mit goldenen Sicheln und brauten daraus kräftigende Tinkturen und Tränke. Ein Brauch, der sich übrigens im "Zaubertrank" von Asterix und Obelix wiederfindet.

In der Krebstherapie wird Mistelextrakt seit etwa 100 Jahren auf Empfehlung des Philosophen und Geisteswissenschaftlers Rudolf Steiner (1861-1925) und der Ärztin Dr. Ita Wegman eingesetzt. Heute gehören Mistelpräparate zu den meist verordneten Arzneimitteln in der Krebsmedizin und sind zu einer biologischen Standardtherapie in der Onkologie geworden. Etwa die Hälfte der Tumorpatienten wendet Mistelpräparate an. 

 

Letzte Aktualisierung: 30. November 2015
Annette Bopp

Eine reich blühende Apfelbaummistel.Eine reich blühende Apfelbaummistel.